“Unterschicht” unerklärt – und keine*n störts.

Gruseligste Erfahrung letzte Woche in der Uni. Dazu muss (vielleicht auch nicht) ewähnt sein, dass ich Geschichte studiere, also eigentlich Kommoliton*innen erwarte, die irgendwas gelernt haben, aus der Geschichte. Aber an manchen Tagen ist selbst das zu viel verlangt (Immerhin gibt es immernoch Menschen, die sich zu Ossi/Wessi Witzen hinreissen lassen. Haha. Danke. Nicht.).

Alles begann damit, dass wir einen ZEIT Artikel von Paul Nolte aus dem Jahr 2003 lesen sollten. In diesem ergeht sich der Autor über das Problem der “Unterschicht”. Soziologisch. Wurde uns gesagt.

Mein Problem mit dem Artikel, bzw. das Problem an dem ich mich aufgehangen habe, ist allein schon der Begriff “Unterschicht”. Was bedeutet das? Woher kommt er? Was will er uns mit diesem Wort sagen? Welche Homogenisierung findet dabei statt?

Dieser Begriff ist nicht “mal eben so” verwendet und steht auch nicht vorurteilsfrei auf dem Papier. Dieses Wort ist (und war auch schon vor 10 Jahren) so stark negativ besetzt und mit Vorurteilen und -annahmen aufgeladen, dass mir allein bei dem Gedanken daran schlecht wird. Erstaunlicherweise verbalisierte keine*r meiner Mitstudierenden eine ebensolche Reaktion.

In der Verwendung eines Universitätsprofessors (Geschichte), der dieses Wort in keinster Weise in einen Kontext setzt oder die Verwendungsnotwendigkeit erklärt, muss es zwangsläufig bedeuten: Menschen ohne (Universitäts/Ausbildungs) Abschluss, wenig Geld, keine “hohe” Bildung (an deren Wert sich ohnehin zweifeln lässt), keine Manieren, schlechten Geschmack in Punkto Ernährung und Kultur und falsche Werte.

Ähm. Entschuldigung. Herr Nolte und alle anderen, die sich immernoch versucht fühlen einen solchen Begriff zu verwenden und dann implizit zu sagen “Naja, ihr wisst doch was ich meine”. Richtig. Und genau DAS ist das Problem. Ihr seit das Problem, ihr die ihr auf Menschen herabschaut und ihnen Ratschläge geben wollt (in der ZEIT…ähm… ja.) ohne euch eures eigenen Privilegs bewusst zu sein. Eure Perfomance kotzt mich an.

Krank sein. So ganz einfach.

Gemeckere ohne Neu:Erkenntnis.

_________________________

Ich bin krank. Reichlich unspektakulär lieg oder lag ich mit einer Seitenstrangangina im Bett. Das ist nichts neues, nur eklig, aber absehbar. Ein paar Antibiotika, viel Ruhe, Kammillan, Tee und ein Krankenschein.

Moment, ein …was? K-R-A-N-K-E-N-S-C-H-E-I-N?

Bist du des Wahnsinns fette Beute? (Rw) Den kannst du gleich wegschmeißen, der gilt nicht. Neinnein. Egal, dass dein_e Ärzt_In gesagt hat, dass du ansteckend bist, egal, dass sich sowas, wenn nicht richig auskuriert, ausweiten kann und bspw. auf’s Herz legen, egal, dass es dir einfach dreckig geht. Du bist doch daheim, da hast du ja eh nix zu tun und da kannst du doch….

Jepp, krank sein, war mal nett. Als Kind zum Beispiel. Mensch hatte, im Idealfall, ein paar Tage Fieber oder Husten und Schnupfen und blieb daheim und was nicht erledigt wurde, wurde eben nicht erledigt. Punkt. Oder, es soll sowas noch geben, habe ich gehört, diese Jobs, bei denen ein_e Kolleg_In deine Aufgaben übernimmt und du sogar noch Geld bekommst während der Erkrankung. Ich hatte sowas mal kurz, als ich an der Uni gearbeitet habe. Mmh schon ziemlich großartig.

Aber die Realität ist immer noch, dass Menschen, viele Menschen, am liebsten anscheinend Menschen in Machtpositionen oder selbstausbeuterische Freiberufler_Innen dich nicht ernst nehmen, wenn du nicht mindestens im Krankenhaus bist. Dann kommt eben dieser Anruf “Geht es dir besser? Nein? Ach, tut mir leid, aber du kannst doch trotzdem….?”

Ich finde das nicht nur nervig (vor allem, weil ich doof genug bin, jaaaaa zu sagen), sondern vermessen. Ein Mensch ist krank. Egal wie sehr, braucht dieser Mensch Ruhe. Das ist einfach, oder? Einfach zu verstehen. Aber in unserem System so verdammt schwer zu akzeptieren. Wir haben alle Druck, von außen und dann irgendwann, wenn wir alt genug sind, dieses System verinnerlicht zu haben, auch von innen. (Was sonst sollte mich dazu bewegen am Sonntag ohne Stimme nach 3 Tagen Antibiotika 4 – 5 Stunden im Büro ohne funktionierende Heizung zu sitzen und zu arbeiten? JA, die DEADline. Hört ihr? Das Ding heißt im englischen DEADline, weil es uns irgendwann alle umbringt). (Deadline= engl. Frist)

Und dann bekomme ich einen Anschiss von einer guten Freundin, die gaz recht hat, nämlich, dass die eigene Gesundheit vorgeht, dass es egal ist wer wann was wie agegeben haben will, weil das nicht zählt, nicht länger als die Sekunde der Abgabe, es hält nicht vor, es rettet nicht die fucking Welt, und die geht auch nicht unter, wenn irgendwas eben mal eine Woche länger dauert.

Ich sag’s ja. Capitalism kills us all (eng. Kapitalismus bringt uns alle um), auch wenn wir eigentlich Antikapitalist_Innen sein wollen sind.

Nimm mir nicht meinen Wahnsinn.

Da draußen gibt es Listen und Analysewerkzeuge, Kurvendiagramme und Ordner und Menschen die das sprichwörtlich in der Hand halten und sagen dürfen was „normal“ ist und „gesund“ und was „krank“ oder „gestört“.

Aber woher nehmen sich Menschen mit einigen hübschen Zertifikaten an der Wand und ein paar Jahren des Lernens im Rücken denn das Recht heraus dem Rest der Welt zu sagen, was sein darf und was nicht? Wer hat sich denn hingesetzt und auf Verdacht gesagt, wie viel Emotion erlaubt ist, sein kann, und wann sie stört. Und vor allem, wen stört sie denn?

Eigentlich stört sie doch nur ein kapitalistisches System, in dem „wir“ alle dazu aufgefordert werden zu arbeiten, zu schaffen, in Lohnarbeitsverhältnissen um den ganzen Kram, inklusive der Dinge die wir nicht mögen und haben wollen, die jetzt aber „eben so sind und nicht zu ändern“ (Neokolonialistische Verhältnisse und Sklaverei, die so nicht mehr genannt werden darf/kann/wird zum Beispiel) aufrecht zu erhalten, aber sich dagegen zu erwehren stört ja schon und ist deswegen nicht bequem.

Oder darin nicht funktionieren zu wollen oder zu können. Weil gerade deine ganzen Welt in Trümmern liegt, da ein Menschen den du liebst gestorben ist, zum Beispiel. Tja, Pech gehabt, bald haben wir dafür noch zwei Wochen Zeit. ZWEI WOCHEN! Das neue Analysemodell macht’s möglich. Zwei Wochen Trauer, was darüber hinausgeht ist eine Depression und kann/muss/soll/darf dann als solche behandelt werden, sprich Psychopharmaka werden verordnet, der/dem „Patient*in“ noch ein schlechtes Gewissen und Selbstzweifel untergejubelt (Was kann es eigentlich alles auslösen gesagt zu bekommen, krank zu sein?) und ab geht’s, jetzt muss es dir gleich bald wieder besser gehen, was daran zu sehen ist, dass du Alltagstauglich bist, was daran zu sehen ist, dass du deinem Vollzeitjob in adäquater Manier nachgehen kannst. Klingelt’s?

Bei mir schlagen Kirchenglocken im Hirn. Es geht dabei doch gar nicht darum Menschen „gesund zu machen, ihnen zu helfen“ (den Therapeut*innen die vor dir sitzen schon, dem System dahinter aber nicht), sondern darum, Menschen die „anders“ sind in ein System zu pressen, von dem „wir“ denken, dass es gut und richtig und funktional sei. Sonst würden sie ja „Schmarotzer*innen“ sein, oder gehören eben weggesperrt.

Irgendwelche Daten bestimmen also, wann ich krank und wann gesund bin. Oder gestört Schönes Wort übrigens. „Störung“. Lässt gar nicht darauf schließen, ob es dich (oder mich oder wen auch immer) „stört“ was mit dir geschieht, wie du bist, wer du bist, sondern er einfach nur eine Linie zieht und dir zeigt, ab wann es deine Gesellschaft stört, wie du bist, also muss es auch dich stören, also hast du behandelt zu werden, damit du gefälligst wieder gesund wird. Dammnit.

Fuck. Ich will nicht, dass ihr mir sagt, ob ich gesund oder krank oder gestört oder wasauchimmer bin. Ich will von euch nicht gesagt bekommen was in unserer Gesellschaft bitte schön gerade so noch in den Rahmen passt und permanent immanent Gedanken, Emotionen, Reaktionen, Meinungen, Bilder, Schüttelfrost und Bauchweh, Kopfschmerzen und Zähneknirschen in Schach halten um eben nichts ver-rücktes zu tun, sagen, denken, fühlen oder sonst irgendwie rauszulassen. Und dann nichtmal darin ernstgenommen werden, sich selbst nicht mehr ernst nehmen können und doch immer nur und immer fester gegen Mauern zu rennen, außen und innen. Aber bitte schön anpassen, sonst gehörst du weggesperrt.

Weggesperrt in einer Welt voller Menschen die definieren wieiviel Emotion gesund ist und wo Krankheit anfängt.
JA, ich will meinen Wahnsinn behalten. Denn er schafft. Er schafft Dinge und Produkte und Momente und Erlebnisse, die für euch wertlos sind, weil nicht kapitalistisch verbuchbar, keine Kosten-Nutzen-Rechnung für euch. Ich mag meinen Wahnsinn. Er ist nicht nur ein Teil von mir, sondern der Teil, der mich in dieser kranken Welt nicht verrückt werden lässt.
Aber wenn ich das laut ausspreche, laufe ich ja fast schon Gefahr in Therapie zu müssen, denn solche Gedanken und Schlüsse sind ja nur Auswüchse eines wahnsinnigen Gehirns und daher schon Zeichen, das etwas mit mir nicht stimmt. Ja, ich finde das bedrohlich.

Asexualität? Neeeeeee….. oder?

Eigentlich schreibe ich keine Blogposts über privat-politische Themen. Ich diskutiere darüber verbal, aber halte mir somit auch ein Hintertürchen offen, denn Meinungsänderung durch Überzeugung seitens Dritter ist einfacher, wenn es nicht irgendwo schwarz auf weiß steht. Und ja, ich habe manchmal Angst vor der Kritik, schriftlich, ausformuliert, weil mir oft die Kraft ausgeht, auf halber Strecke sozusagen. Aber ich versuche es jetzt dennoch, weil ein mir wichtiges Thema oft im gesellschaftlichen Diskurs egal welcher „Art“ keine Beachtung findet.

Asexualität wird nicht totgeschwiegen, sondern scheint einfach nicht zu existieren. In den Köpfen der meisten Menschen geht es um sexuelles Begehren. Es wird an allen Ecken über Hetero-, Bi-, Homosexualität und Queer gesprochen, geschrieben, positiv sowie negativ reagiert, aber Asexualität? Mmh. Nö. Is’ nich’. Wenn überhaupt, wird Asexualität oft pathologisiert und abgesprochen. Sie wird mit Unlust, Prüderie, einfach „noch nicht die*den Richtige*n im Bett gehabt“ oder gar Traumata gleichgesetzt.

Unsere Zeit ist übersexualisiert. Kommerzialisierter, pornifizierter Sex begegnet uns überall und ständig. Sexuelles Begehren wird überall produziert, wir definieren uns darüber, sprechen darüber, schreiben darüber, definieren uns darüber. Fakt ist, wir sind eigentlich sexuelle Wesen. Darüber reproduzieren wir uns. Punkt. Das muss nicht weiter erklärt werden. Fakt ist auch, dass viele Menschen keinen Spaß am Sex haben. Nicht so richtig. Warum auch immer.
Fakt ist ebenfalls, dass „Sex“ überall ist, überall und ständig und immer werden wir dem ausgesetzt. Also scheint es normal zu sein. Nein, es ist die Norm.

Ich hatte mit 17/18 Jahren mein Coming-out als bisexuell. Das war schon nicht lustig und die Kommentare, Bemerkungen, Reaktionen möchte und muss ich glaube ich hier nicht wiedergeben. Dann begann ich mit Anfang 20 anzufangen über (mögliche?) Asexualität nachzudenken, einige Jahre später mit Freund*innen darüber zu sprechen. Zunächst mit Menschen, deren sexuelle Offenheit mir bekannt war. Menschen, die mich kennen, denen ich vertraue.

Trotzdem tat es manchmal weh. Es tat genauso weh, als ich mit mir nicht so gut bekannten Menschen sprach. Überrascht hat es mich nicht, ich war nur von der Kreativität einiger Aussagen überrascht, die es UNBEDINGT erklären wollen. Es KANN JA NICHT SEIN, dass mensch kein sexuelles Verlangen habe. Keine Lust. Die Frage, ob mir in meiner Kindheit irgendetwas beinahe Unaussprechliches zugestoßen sei, das sah ich in den Blicken einiger und musste es von vornherein entkräften.Es wurden auch Verbindungen zwischen meiner Ernährungsform (die zwischen Vegetarismus und Veganismus abwechselt) gezogen. Fleischeslust wieder aufgerollt (Anm. d. Red.: im Buch „The sexual politics of meat“ von Carol J. Adams wird dieser Mensch-Tier-Zusammenhang in kulturellen Diskursen ebenfalls thematisiert etwa das Fleischessen als Männlichkeitsmarker).

Menschen wird es abgesprochen asexuell zu sein, wenn sie Sex haben, wenn sie Körperlichkeiten egal welcher Form mit Anderen teilen. Ja, wenn sie das Bedürfnis haben, Menschen nah zu sein. Woher kommt das? Warum darf immer alles nur eine Form haben? Asexuell = kein Mensch kommt dir körperlich nah. Nicht asexuell = Sex, Zärtlichkeiten. Aber dazwischen gibt es nichts? Gibt es wohl. Denn es gibt tausend Gründe und „Abstufungen“ menschlicher Wünsche. Einfach der Wunsch morgens nicht immer allein aufzuwachen. Der Wunsch im Arm gehalten, gestreichelt zu werden. Küsse genießen zu können, Zärtlichkeit im Rahmen der eigenen Komfortzone (comfort zone).

Es gibt jedoch ein großes Problem, dem wohl nicht nur ich immer wieder gegenüber stehe. Nämlich Dinge zu tun, die ich eigentlich nicht begehre. Die mir zwar nicht wehtun und in mir auch keinen Ekel auslösen, aber die sich dennoch nicht richtig anfühlen. Nämlich die Frage, wie kann ein asexueller Mensch eine ernsthafte exklusive romantische monogame Zweierbeziehung (falls erwünscht) eingehen, wenn der Mensch, zu dem diese Hingezogenheit existiert, durchaus sexuelles Verlangen hat, also „sexually driven“ ist? Die Angst, dass dieser Mensch eine*n verlässt, sobald die Situation erklärt wird. Unverständnis auftaucht. Und was wäre, wenn es gar nicht so ist? Wenn die Asexualität genauso unstatisch ist, wie vieles im Leben? Sie sich ändern könnte? Immer wieder aufkeimende Fragen, ob das Selbst vielleicht doch eher krank ist, oder komisch, oder eigenartig ist, oder ob es Gründe gibt.

„Willst du es ändern?“ Gute Frage. Ständig gestellte Frage. Eine Frage, die jede asexuelle Person für sich entscheiden kann oder eben nicht. Die Anmaßung anderer Menschen, über den Grad der Asexualität zu entscheiden, sie zu entkräften, weil das gelebte und gesprochene nicht in die Schublade der Person passen scheint, sie sich in „Neoprenanzüge zwängt“ um ja niemanden an sich heranzulassen, sie sind fehl am Platz. Es gibt ein großartiges Netzwerk namens „AVEN“, die auf ihrer Homepage die beste Formulierung gefunden haben (ich möchte es bewusst nicht Definition nennen):

„Asexualität ist, wie alle Orientierungen im Leben (und dazu gehört insbesondere auch die sexuelle Identität), nur eine persönliche Kategorie. Man ist also asexuell, wenn man sich selbst so sieht.
Es gibt keine feste Anzahl an Kriterien, die einen als asexuell oder nicht bzw. nicht mehr asexuell festlegen können und kein Prüfungsverfahren welches bestimmt, ob man als asexuell gelten darf.
Wie bei allen sexuellen Orientierungen, ist auch Asexualität ein Begriff, der immer im Kontext des Lebens eines Menschen eingeordnet werden muss.
Wer also glaubt, dass der Begriff “asexuell” hilfreich ist, um über sich selbst nachzudenken und andere Menschen über sich aufklären zu können, darf den Begriff nach eigenem ermessen verwenden.
Nichtsdestoweniger gibt es bestimmte Trends zwischen denjenigen, die sich als asexuell identifizieren. Obwohl diese Trends keineswegs diktieren, wer sich als asexuell identifizieren kann oder wer nicht, umreißen sie allgemein das Erleben der meisten Menschen in asexuellen Gemeinden (einschließlich AVEN). Manche Menschen erleben Asexualität anders als andere. Obwohl es unmöglich ist, die ganze Vielfalt von asexuellen Erfahrungen zu beschreiben, kann vieles in Bezug auf drei Faktoren betrachtet werden:“ Anziehung, Erregung und Beziehungen.
(weiterlesen hier )

Zwar gibt es Wikipedia Artikel und es finden sich auch Abhandlungen darüber, aber es wird oft nicht mitgedacht. Ich selbst habe es nur selten erlebt, dass aus LGBT*Q ein LGBAT*Q wurde. Und überhaupt frage ich mich, ob asexuelle Menschen zur queeren Szene gehören? Eine Frage, die ich alleine (selbstredend) nicht beantworten kann.

Die augenöffnenste Auseinandersetzung und Portraitierung damit bot für mich der Film „(A)sexual“ der großartigen Angela Tucker. Diesen Film möchte ich jeder*m empfehlen, die*der sich weiter damit auseinandersetzen will, verstehen und nicht verurteilen.